Am Ende einer langen Reise wurde ich gefunden. Das Suchen hatte mich ermüdet und zu einer Rast gezwungen. Die Freude am Weitergehen war erloschen. Erfolglosigkeit verdarb mir die Lust am Suchen.

Schwere drückte meinen Körper auf die Erde, doch Ruhe stellte sich nicht ein. Welchen Sinn hätte das Weitersuchen gehabt? So blieb ich einfach dort und beendete die Suche.

Im Warten formte sich etwas in der Tiefe, das mir riskant erschien. Es kam an die Oberfläche meines Bewusstseins und nannte sich „Ja“. Ein „Ja“ zur Aufgabe? Ein „Ja“ zur Resignation? Es war ein anderes „Ja“, ein händereichendes, sanftes.

Es warb um mich und weckte mein Interesse. Was könnte ich verlieren, wenn alles schon verloren war? So formten – erst meine Lippen, dann auch das Herz – ein „Ja“. Als nichts geschah, stand ich auf und konnte weitergehen.

Da mir das Suchen und Nicht-Finden sinnlos erschien, ging ich ohne Ziel. Wenn das „Ja“ in mir erlosch, formte ich es neu, doch ohne Erwartung. Dieses Gehen war mir fremd. Eine ungewohnte Stille trat ein.

Etwas wurde schwebend, etwas erleichterte meinen Gang. Das, was mir vorher so wichtig erschien, hatte seine Bedeutung verloren. Eine Freude am „Geschehen-Lassen“ kam in mir auf. Das „Ja“ erlaubte mir, alles so sein zu lassen, wie es war, alles kommen zu lassen, was kommen wollte.

Leben hatte seinen Schrecken verloren. Ich wurde ein Teil von allem, und alles wurde ein Teil von mir. Vielleicht ist es das, was ich zuvor gesucht hatte. Als ich nicht mehr danach suchte, hat es mich gefunden.

 

 

 

Acryl auf Leinwand
30 x 30 x 1,5 cm  (leichte Farbabweichungen zum sind Original möglich)
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